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Dienstag, 7. November 2017

Dem Abstieg ein Stückchen näher


Fussball: Verbandsligist Ludwigshafener SC hat mit dem 2:3 (1:2) gegen den SC Hauenstein erneut ein Heimspiel verloren. Mit zehn Punkten aus 15 Partien ist das Team weiter Vorletzter. Der Abstieg in die Landesliga droht. Zudem dürfte Leistungsträger Jan Drese, der die Rote Karte sah, gesperrt werden.

Von Thomas Leimert

Ludwigshafen. Die Bilder gleichen sich. Vor zwei Wochen hatte der Ludwigshafener SC gegen den VfR Kandel zumindest ein Remis zum Greifen nahe, verlor aber durch ein Tor kurz vor Schluss 0:1. Gestern gegen Hauenstein stand es ebenfalls kurz vor dem Ende unentschieden, ehe ein verwandelter Elfmeter der Gäste den LSC mit leeren Händen dastehen ließ.„Diese Partie hätten wir nicht verlieren müssen. Sie reiht sich ein in die Spiele, in denen nicht viel gefehlt hat, aber immer so viel, dass es am Ende nicht reichte“, analysierte Trainer Michael Drese treffend. Und so stehen die Rot-Weißen auf einem Abstiegsplatz. Den Klassenverbleib noch zu schaffen, ist realistisch betrachtet ein fast unmögliches Unterfangen.

Nach der Anfangsphase, in der sich die Partie zwischen den Strafräumen abspielte, fanden zuerst die Gastgeber ins Spiel. Prince Jubin köpfte eine Ecke von Ali Aydin ins Tor (17.) und hätte nach einem Eckball von Erik Rehhäußer später fast eine Kopie des Treffers erzielt (70.). „Trotz der Führung haben wir keine Ruhe in unser Spiel bekommen und den Gegner aufgebaut“, erklärte der Coach. Beim 1:1 von Quincy Henderson (21.) war die rechte Seite offen, weil Onur Yildirim zu oft den Vorwärtsgang einschaltete und dann hinten fehlte. Nach der Pause, als Yildirim für den an einer Oberschenkelverhärtung laborierenden Dominik Jolic in die Innenverteidigung rückte, bot er eine starke Vorstellung. Beim 1:2 versuchte Ali Aydin zu klären, doch der Ball landete beim freistehenden Henderson, der den mitgelaufenen Kai Schacker bediente (34.). „Wir schlagen uns selbst“, bewertete Drese die beiden Aktionen.

In der zweiten Halbzeit hatte zunächst der SCH die Partie im Griff, verpasste aber, ein drittes Tor nachzulegen. Als Frederic Keller Taher Taher im Strafraum umstieß und Denis Jolic den Elfmeter zum 2:2 verwandelte (66.), witterte der LSC Morgenluft. „In der zweiten Hälfte haben wir kämpferisch überzeugt, nur die Durchschlagskraft hat gefehlt“, sagte Erik Rehhäußer, der im defensiven Mittelfeld erneut eine starke Leistung bot. Vielleicht hätten die Platzherren den Schwung den Ausgleichstreffers ja noch zum Siegtor nutzen können.

Doch dann geriet der LSC mit der Roten Karte für Jan Drese in Unterzahl. Der flinke Mittelfeldspieler hatte zuvor engagiert gespielt, war weite Wege gegangen und hatte sich aufgerieben. Vater und Trainer Michael fragte nach der Partie Schiedsrichter Baumgartl nach dem Grund für den Platzverweis. Es soll ein Tritt gewesen sein. „Wenn es so ist, muss Jan daraus lernen und sich im Zaum halten“, fordert Michael Drese. Die Erkenntnis des Tages brachte Denis Jolic auf den Punkt: „Wir waren nahe dran, aber der Rückstand wird immer größer.“

So spielten sie

LSC: Mohr - Yildirim, Denis Jolic, Dominik Jolic (46. Lorenz), Terzi - Rehhäußer - Aydin (62. Termine), Drese, Taher (88. Hoischen), Prince Jubin - Moldoveanu.