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Freitag, 8. September 2017

Fussball: LSC am Sonntag gegen Rieschweiler


LUDWIGSHAFEN. Nach der schon obligatorischen Auswärtsniederlage steht Fußball-Verbandsligist Ludwigshafener SC am Sonntag, 15 Uhr, gegen die SG Rieschweiler unter Zugzwang. Am Mittwoch schied das Team im Verbandspokal aus. Jahn Zeiskam war Endstation in der dritten Runde.

Trainer Michael Drese hatte vor dem Kellerduell in Rüssingen überraschend den Torwart gewechselt. „Wir haben drei Torhüter, die alle spielen wollen. Niklas Wiegand hat gute Anlagen, war aber zuletzt, wie etwa in Waldalgesheim, nicht so stark. Max Mohr hat gut trainiert und sich den Einsatz verdient“, erklärt der Coach den Wechsel. Nirgendwo hat der LSC einen solchen Konkurrenzkampf wie im Tor. Die 21 Gegentreffer in sechs Spielen lassen sich an den Torhütern nicht festmachen. „Die Defensivarbeit der gesamten Mannschaft lässt zu wünschen übrig. In Rüssingen haben wir im Mittelfeld keinen Zugriff auf Spiel und Gegner bekommen und zudem die Standards von Mario Basler miserabel verteidigt“ nennt Drese Gründe für die 1:4-Pleite.Von den jungen Spieler zählt Taher Taher zu denen, die bisher überzeugt haben. „Er hat großes Potenzial, Ideen und eine gute Spieleröffnung. In der Rückwärtsbewegung und im taktischen Verhalten muss er sich noch verbessern“, urteilt der Trainer über den 19 Jahre alten Mittelfeldspieler. Taher hat einen identischen Vor- und Familiennamen, was in seiner Heimat Syrien häufiger vorkommt. Mit seinen Eltern, dem Bruder und der Schwester war er 2014 vor dem Krieg in Syrien geflohen. „Ich gehe auf das Wilhelm-Humboldt-Gymnasium in Edigheim und will vielleicht mal Zahnmedizin studieren“, sagt der ehrgeizige Taher in sehr gutem Deutsch. „Als ich gekommen bin, habe ich kein Wort Deutsch gesprochen“, erklärt er. So fleißig wie er die Sprache gelernt hat, ist er auch auf dem Platz. Er bietet sich an, fordert den Ball und hat eine erstaunliche Übersicht.thl