Montag, 11. September 2017

Drese: Ein Rückschritt : LSC verliert gegen SG Rieschweiler 1:3


Von Thomas Leimert


Ludwigshafen. In dieser Verfassung wird es Fußball-Verbandsligist Ludwigshafener SC schwer haben, in der Liga zu bleiben. Die 1:3 (1:1)-Pleite gegen die SG Rieschweiler ist schmeichelhaft. Es hätte leicht ein 1:5 oder 1:6 geben können.

Bisher war es so, dass der LSC wenigstens in den Heimspielen trotz Niederlagen mit Einstellung und Mentalität zu gefallen wusste. Doch davon war vor allem in der indiskutablen zweiten Hälfte nichts zu sehen. Nach Wiederanpfiff erspielten sich die Platzherren nicht eine Chance, resignierten früh, obwohl die Partie bis zur 86. Minute zumindest vom Ergebnis her (1:2) noch nicht entschieden war.Richtig überzeugt haben die Gastgeber nur zehn Minuten lang. Da gelang ihnen das Führungstor mit einem direkt verwandelten Eckball von Erik Rehhäußer (5.), und es gab zwei gute Möglichkeiten für Jan Drese. Mit dem 1:1 von Tobias Leonhard nach einer Ecke wendete sich das Blatt. „Wir haben Standards trainiert. Aber auch wenn man ein solches Tor bekommt, darf man die Partie nicht so aus der Hand geben“, kritisierte Trainer Michael Drese. In der Folge hatten die Hochfelder nur noch eine halbe Möglichkeit, als eine abgefälschte Flanke von Rehhäußer auf der Latte landete (18.). Ansonsten dominierte die SG eindeutig. Die Westpfälzer waren gefährlicher, spielerisch besser und traten geschlossener auf. Mit Glück verhinderte der LSC einen Rückstand.
„Schon in der Halbzeit habe ich in der Kabine gemerkt, dass dem Team die Spannung fehlt. Da ist keiner, der die anderen aufrüttelt und mitreißt“, klagte der Coach. Nach Wiederanpfiff taumelten die Platzherren in die Niederlage. „Das war ein dürftiger, ein lebloser Auftritt“, urteilte Spielleiter Karl-Heinz Daubmann. Auch Linksverteidiger Mikael Terzi, der erstmals in der Verbandsliga in der Startelf stand und den verletzten Mehmet Batur ersetzte, redete nicht lange um den heißen Brei herum. „Rieschweiler hat den Druck erhöhte. Wir haben die Ordnung verloren und in der Konzentration nachgelassen“, sagte der 19-Jährige treffend. Spielern wie ihm, die in eine nicht funktionierende Elf kommen, kann man keine Vorwürfe machen. „Es gibt keine Kommunikation auf dem Platz. Diese Leistung war ein Rückschritt“, betonte Drese.

So spielten sie

LSC: Mohr - Yildirim, Denis Jolic, Fröhlich, Terzi - Dominik Jolic, Rehhäußer (67. Termine) - Taher, Drese (55. Shala), Julien Jubin (58. Prince Jubin) - Moldoveanu.