Montag, 21. August 2017

Moldoveanus Doppelpack führt zum Sieg

Fussball: Verbandsligist Ludwigshafener SC schlägt TuS Hohenecken mit 3:2 – Gastgeber spielerisch deutlich verbessert

Von Thomas Leimert
 
LUDWIGSHAFEN. Fußball-Verbandsligist Ludwigshafener SC hat seinen ersten Saisonsieg gefeiert. Gegen den Neuling TuS Hohenecken gab es einen 3:2 (2:0)-Erfolg, der in den letzten zehn Minuten und der fünfminütigen Nachspielzeit, als der TuS drückte, am seidenen Faden hing.
Als Schiedsrichter Jan-Erik Breuer abpfiff, war die Erleichterung spürbar. Einige Spieler sanken auf den Rasen, denn vor allem die Schlussphase hatte viel Kraft und Nerven gekostet. „In der vergangenen Saison haben wir in der Vorrunde solche Spiele oft noch abgegeben“, spielte Trainer Michael Drese auf das Powerplay der Gäste nach deren Anschlusstreffer an. Da gab es die große Kopfballchance für Heraldo Jorrin (90.), die Torwart Niklas Wiegand reaktionsschnell zunichte machte. Es war nicht seine einzige gute Tat in diesem umkämpften Spiel.Der 25-jährige Stammtorwart der vergangenen Runde hatte in den ersten beiden Spielen auf der Bank gesessen. Der talentierte Max Mohr (21) hatte den Vorzug bekommen. Jetzt kehrte Wiegand zwischen die Pfosten zurück. „Niklas ist ruhig geblieben, hat auf seine Chance gewartet. Wir haben aus psychologischen Gründen gewechselt, nicht weil Max schlecht gehalten hätte“, so der Coach. Wiegand war bei den zahlreichen Flanken und Freistößen der Hoheneckener präsent. „Wir haben es mal wieder spannend gemacht, weil wir uns nach dem 3:2 zu weit zurückfallen ließen“, erläuterte Wiegand die Vollversammlung im eigenen Strafraum.
Der LSC gefiel dieses Mal nicht nur mit der guten Einstellung und dem nie erlahmenden Kampfgeist, sondern auch mit etlichen sehenswerten spielerischen Aktionen. Jan Drese, der zentral stark auftrumpfte und das 1:0 von Robert Moldoveanu mustergültig vorbereitete (21.), sowie der enorm verbesserte Julien Jubin rissen, unterstützt von Onur Yildirim, die Gästeabwehr oft über die rechte Seite auf. „Aus dem Spiel heraus haben wir uns viele Chancen erarbeitet“, registrierte Sportchef Jakob Brunn erfreut. Allerdings wurden auch einige Hochkaräter ausgelassen. „Wenn wir das 4:1 machen, ist der TuS mausetot“, ergänzte Spielleiter Karl-Heinz Daubmann.
Beim 2:0 erwiesen sich die Gastgeber als gedankenschnell. Nach Tobias Baumgärtners Fehlpass brauchten sowohl Jubin, dem das 3:1 gelang, als auch Moldoveanu nur einen Ballkontakt und die Kugel zappelte im Netz. Der Schütze jubelte zuerst mit Torhüter Wiegand. „Ich habe Robert vor dem Spiel gesagt, er soll zeigen, was er kann und ein Tor machen“, klärte der Schlussmann auf. Mit zwei Treffern hat der Rumäne Wiegands Vorgabe übererfüllt. „Es war auch ein Sieg des Willens“, sagte der erneut überragende Verteidiger Bernd Fröhlich, der seit Saisonbeginn in Topform spielt und fast keinen Zweikampf verlor. Aber nicht nur Fröhlich überzeugte. Beim LSC gab es dieses Mal keinen Schwachpunkt. Die Mentalität, schon in der Vorsaison ein Plus, haben die Hochfelder konservieren können. „Trotz des Sieges gibt es aber weiterhin in einigen Bereichen Verbesserungsbedarf“, betonte Brunn.
so spielten sie

Ludwigshafener SC: Wiegand - Yildirim, Denis Jolic, Fröhlich, da Silva - Aydin - Jubin (74. Di Ciaula), Drese, Rehhäußer (60. Taher), Batur - Moldoveanu (82. Terzi).